Mittelalterliches: Straße der Romanik

Sachsen-Anhalts Geschichte ist geprägt durch die Einflüsse der Romanik und die Ottonen-Herrschaft im Mittelalter. Auch die Region rund um Halle wird von der Straße der Romanik durchzogen.
Unsere Tipps: Naumburg, Merseburg, Querfurt, Memleben und Landsberg.

Naumburg

Naumburger Dom

Sie ist eine weltbekannte Schönheit. Die Stadt Naumburg selbst und besonders die berühmte Stifts-Figur der Uta von Ballenstedt im beeindruckenden Naumburger Dom St. Peter und Paul.
Bereits kurz nach dem Jahr 1000 wurde Naumburg gegründet und eine erste große Kirche geweiht. Der heute prägende Dom zu Naumburg stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert und ist eines der bedeutendsten Bauwerke der Spätromanik.

Die sanierte Altstadt mit Marktplatz, Marientor und der Stadtkirche St. Wenzel mit der barocken Hildebrandt-Orgel sind beliebte Sehenswürdigkeiten. Sehenswert sind auch die Glasfenster Neo Rauch’s im Dom, der weltbekannte Künstler hat hier an die Glaskunst des Mittelalters angeknüpft.
Auch ein weiterer berühmter Name ist mit Naumburg eng verbunden, der Philosoph Friedrich Nietzsche wuchs hier auf.

Information und Buchung
Tourist-Information Naumburg
Markt 6
06618 Naumburg
Tel.: 03445 273125
E-Mail: tourismus@naumburg.de
Internet: www.naumburg.de

Merseburg

Merseburger Dom Blick auf Sittegalerie, Foto: Wolfgang Kubak

Wenn man sich mit der Stadt Merseburg näher befasst, wird man schnell von einem mystischen Zauber umgeben. Diese für eine ganze Region prägende Stadt am Ufer der Saale ist so etwas wie das Gedächtnis des mittelalterlichen Landstrichs rund um Saale und Unstrut und für ganz Mitteldeutschland.

Thietmar von Merseburg ist dabei ein wichtiger Name, der dieser im 10. Jahrhundert begründete Stadt zu anhaltender Bekanntheit verhalf und mit seinen Chroniken wie kein anderer die deutsche Besiedlung der Ost-Marken und die Herrschaft der Ottonen dokumentierte. In seine Zeit fiel auch der Beginn der Errichtung des romanischen Domes St. Johannes und St. Laurentius, in dem sich auch die Gräber des Fürstenhauses Sachsen-Merseburg befinden, die in direkter Nachbarschaft im Schloss zu Merseburg residierte.
Die berühmten Merseburger Zaubersprüche sind auf vorchristlich germanischen Mytholigien basierende Zauberformeln, die vor dem Jahr 1000 althochdeutsch aufgeschrieben wurden und über die Jahrhunderte in Merseburgs Dombibliothek überdauerten.

Information und Buchung
Tourist-Information
Burgstraße 5
06217 Merseburg
Tel.: 03461 214170
E-Mail: info@merseburg-tourist.de
Internet: www.merseburg.de

Querfurt

Burg Querfurt, Foto: Stadt Querfurt

Zwischen Feldern und Wiesen liegt idyllisch die kleine Stadt Querfurt mit ihrer beeindruckenden mittelalterlichen Burganlage, die bereits im 9. Jahrhundert das erste Mal erwähnt wurde.
Die Burg Querfurt gehört zu den größten ihrer Art in ganz Deutschland. Die Grundfläche der Wartburg passt 7 mal auf das Areal der Querfurter Burg. Zahlreiche Gebäude prägen die Silhouette der Festung über der Stadt, Fürstenhaus, Bergfried, Rüsthaus, Pächterhaus und viele andere. Die romanische Burgkapelle erinnert dabei anschaulich an die frühen Kirchen des Mittelmeerraums – eine Sehenswürdigkeit, die man so selten findet.
Die Burganlage diente schon vielen internationalen Filmen als Kulisse, wie zuletzt dem Film „Der Medicus“ mit Tom Payne und Ben Kingsley. Besonders beeindruckend sind sowohl die Festungsanlagen der Burg als auch der Stadt Querfurt selbst, eine Stadtmauer ist an vielen Stellen noch zu bestaunen.

Eine Reise in’s ländliche Mittelalter, so kann man einen Besuch in Querfurt bezeichnen. Hier sieht man beeindruckend, wie machtvoll die Ottonen und ihre edlen Herren regierten, wie Brun von Querfurt - ein deutscher Erzbischof und Missionar und der zweite christliche Apostel und Märtyrer - bei den heidnischen Preußen und die späteren kleinen Reichsfürstentümer Deutschlands Lande prägten.

Information und Buchung
Stadtinformation Querfurt
Markt 9
06268 Querfurt
Tel.: 034771 60140
E-Mail: stadtinformation@querfurt.de
Internet: www.querfurt.de

Memleben

Memleben

Zur Romanik und somit zum frühen Mittelalter gehören die sogenannten Kaiser- und Königspfalzen als Orte der Machtausübung und herrschaftlichen Präsenz des frühdeutschen König- und Kaisertums.
In Sachsen-Anhalt finden sich einige dieser Orte, die besonders von den Ottonen regelmäßig auf ihren Reisen durch das Reich als Aufenthaltsort genutzt wurden – und oft selbst durch diese gegründet wurden. Die Kaiserpfalz in Memleben gehört dabei zu den bedeutenden Pfalzen, da sowohl Heinrich I als auch Otto I hier verstarben und somit schriftlich bezeugt ist, dass Memleben als wichtige mittelalterliche Region gelten muss.

Otto II, Nachfahre von Heinrich und Otto, gründete das heute noch in Resten vorhandene Benediktinerkloster. Die gewaltige Monumentalkirche aus dem 10. Jahrhunderte ist nur noch in Grundrissen nachvollziehbar.
Ein Besuch Memlebens lohnt sich besonders, da die Strukturen des mittelalterlichen Klosters gut nachzuvollziehen sind und eine spätromanische Krypta unter der Klosterkirche erhalten ist, die durch ihre architektonische Klarheit und Schönheit beeindruckt.

Information und Buchung
Tourist-Information
Thomas-Müntzer-Straße 48
06642 Kaierpfalz OT Memleben
Tel.: 034672 60274
E-Mail: info@oe-konzept-halle.de
Internet: www.kloster-memleben.de

Landsberg

Landsberger Doppelkapelle und Felsenbad

Unweit von Halle gelegen befindet sich das Landstädtchen Landsberg. Schon in ottonischer Zeit wurde die heute Kapellenberg genannte Erhebung mit einer Burganlage versehen. Lange konnten die dort ansässigen Landsberger Markgrafen ihre Macht nicht halten. In Auseinandersetzungen mit den Meißner Markgrafen wurde die Burg zerstört und nur die sogenannte Doppelkapelle blieb erhalten.
Das besondere an diesem romanischen Kirchenbau, der weithin sichtbar auf dem Kapellenberg thront, ist die Funktion als Herrschafts-Kapelle, in der sich räumlich getrennt die unterschiedlichen Stände zum Gottesdienst versammelten. Die wesentlichsten Merkmale des Bauprinzips sind der Zentralgrundriss, das Vierstützensystem mit dem "Raumschacht" und separate Zugänge in die Kapellenräume, um die Stände entsprechend zu trennen. Nur circa 30 solcher Bauwerke sind heute noch bekannt, davon viele zerstört und heute nur noch Ruinen.

Die Landsberger Doppelkappelle ist eine der größten erhaltenen Doppelkapellen, wird als "besonders edle Anlage" bezeichnet und weist den originalen Baukörper auf.
Unterhalb des Felsens, auf dem die Kapelle thront, befindet sich das Felsenbad – ein Freibad mit besonderem Blick auf ein solch’ erhabenes romanisches Erbe.

Information und Buchung
Doppelkapelle und Museum Landsberg
Hillerstraße 8
06188 Landsberg
Tel.: 034602 20690
E-Mail: doppelkapelle-landsberg@gmx.net
Internet: www.stadt-landsberg.de

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