Wolfgang Böttcher - 50 Jahre Freund und Kupferstecher

30. Oktober 2020 - 18:00
Auch der im 18. Jahrhundert in Leipzig tätige hallische Kupferstecher Johann Friedrich Bause prägt die bis zur Gegenwart nachwirkende Leipziger Stecherschule. Wolfgang Böttcher lernte diese Sichtweise bei seinen in der Leipziger künstlerischen Tradition stehenden berühmten Lehrern Wolfgang Mattheuer und Werner Tübke, die beide in verklausulierter Bildsprache auf den antiken Mythos zurückgriffen und in dem Italienerlebnis eine große sinnliche Erfahrung machten. Der mitteldeutsche Raum gehört zu den wichtigsten Kulturlandschaften, in denen die Antiken- und Italienrezeption bis zur Gegenwart nachlebt. Er umfasst die hallische Renaissance, die gebauten Reiseimpressionen des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches aus der Zeit der Aufklärung bis hin zur traditionsreichen Leipziger Kunsthochschule. Der bedeutende hallische Ordinarius für Kunstgeschichte, Wilhelm Waetzoldt, bemerkte 1927 zu dieser Thematik: „Um die Auseinandersetzung mit dem italienischen Erlebnis kommt keiner, dem Bildung noch ein Ziel ist, herum. Es fragt sich nur, wie er hindurchkommt.“ Dr. Ralf-Thorsten Speler Ich nenne mich PEINTRE-GRAVEUR – einen Maler-Radierer. Das Drama daran ist, dass die größten Meister dieser Technik, des Kupferstiches, sowie der Radierung, schon vor Jahrhunderten gelebt und gearbeitet haben: Dürer als Kupferstecher und Rembrandt als Radierer – und ihre Arbeiten lassen keinen Spielraum im Wettbewerb einer imaginären Meisterschaft zu. Bleibt also nur, meine eigene Einmaligkeit mit und in meinen Augen zu konzentrieren, zu fokusieren, mit meinem Blick exemplarisch, die ewigen Dinge zu durchdringen, dabei im Contemporaneo-Kontext Bildideen zu entwickeln, die in Kupfer gestochen oder auf Zink radiert werden können. Die verehrten Meister der Vergangenheit sehen mir dann als eine Art Schutzpatron bei der Arbeit über die Schulter – ab und an kneifen sie zu... ein unsichtbarer Zeigefinger erhebt sich... Geöffnet zu den Veranstaltungen
Preis: 
Eintritt frei
Rubrik(en): 
Ausstellungen
Zeitraum: 
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Sonntag, 1. November 2020
Öffnungszeiten: 
Montag: Geschlossen Dienstag: Geschlossen Mittwoch: Geschlossen Donnerstag: 18:00-22:00 Freitag: 18:00-22:00 Samstag: 18:00-22:00 Sonntag: 18:00-22:00
Wo: 
Kunstvereinsgalerie
Veranstaltungsort: 
Universitätsring 24
06108 Halle (Saale)
Telefon: 
(0345) 51100
Haltestelle: 
Moritzburgring, Joliot-Curie-Platz