Die neue Spielzeit der Bühnen Halle

In der Spielzeit 2022/23 dürfen sich Theater-, Oper- und Orchesterliebhaber*innen auf ein spannendes Programm freuen.

 

Großartige Premieren warten auf ein großartiges Publikum!

© Theater, Oper und Orchester GmbH Halle, Foto: Federico Pedrotti

Auch in diesem Jahr lassen uns die Bühnen Halle bezüglich Neuinszenierungen und Premieren nicht im Stich. Insgesamt 30 Premieren stehen in der neuen Spielzeit auf dem Programm, davon neun Neuproduktionen der Oper Halle und zehn von neuem theater. Ganz besondere Highlights sind die Premieren "Faust" und "Tod in Venedig" in der Oper und "Der Kirschgarten" im neuen theater.

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Oper & Ballett

Art*House (Foto: Yan Revazov)

In der kommenden Spielzeit stellt die Oper sich die Frage: Wie haben deutsche Dichter und Denker die Weltkultur inspiriert? Es werden deutsche Stoffe in der Bearbeitung internationaler Komponisten gespielt. Den Anfang machen die beiden berühmtesten: Goethes "Faust" und die Märchen der Gebrüder Grimm. Mit den Augen und Ohren Benjamin Brittens wird Thomas Manns Erzählung "Tod in Venedig" erlebbar gemacht. Weiterhin wird mit Richard Strauss' "Rosenkavalier" eine humane Botschaft vermittelt, die heute wichtiger denn je ist. Roland Schimmelpfennigs "Der goldene Drache" belegt, dass deutsche Dramatik heute blüht wie eh und je. Als Satyrspiel folgt zu den Händel-Festspielen die Satire "Serse" über einen Eroberer, der die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat und in Europa einmarschiert.

Auch das Ballett wartet mit neuen Inszenierungen auf: Im Herbst wird Václav Kuneš’ "Evolution" zur Uraufführung gebracht. Aufgrund der großen Nachfrage wird das Ballett- und Musikspektakel "Art*House" wieder aufgenommen. Auch das Familienballett "Alice im Wunderland" steht weiter auf dem Spielplan. Das Handlungsballett "Peer Gynt" entführt Sie zu den unsterblichen Ohrwürmern Edvard Griegs nach Norwegen und Afrika. Im Frühjahr kreiert Ballettdirektor Michal Sedláček ein brandneues Handlungsballett: "Körperwelten", bei dem sich tanzend mit den Grundfragen unseres Lebens beschäftigt wird. Am Ende der Spielzeit haben Sie noch einmal Gelegenheit, sich an einer zarten Kostbarkeit zu erfreuen: "Abend der Engel: Annonciation / La stravaganza" vom albanischfranzösische Choreograf Angelin Preljocajaf.

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Thalia Theater & neues theater

Aline Bucher © Bühnen Halle, Foto: Anna Kolata

Das neue theater geht mit zehn Premieren, das Thalia Theater mit fünf neuen Stücken für Kinder und Jugendliche in die Saison 2022/23. Nachdem das "neue theater" sein 40. Jubiläum in der vergangenen Spielzeit mitten in der Pandemie feierte, ist es im Herbst das Kinder- und Jugendtheater, das 70 Jahre alt wird. Es wird eine Festwoche gefeiert, in der vom 8. bis 16. Oktober 2022 ein Kinder- und Jugendfestival auf der Kulturinsel stattfindet. Außerdem wird mit eigenen Produktionen und überregionale Gastspielen aufgewartet. Das erste Mal wieder ein Tschechow, denn mit "Kirschgarten" wird für den Abendspielplan ein Klassiker eröffnet.

Aber es warten auf Sie vor allem auch neue Texte und Uraufführungen, es erwarten Sie allein drei musikalische Inszenierungen. Auch ein neues Studio gibt wa nach einjähriger Pandemiepause. Mit den Studierenden wird in der Adventszeit das Hofmärchen "Frau Holle" auf den Spielplan gebracht. Es wird eine Thekennacht geben, der 1. Mai wird würdig gefeiert werden.

Im Hof soll zum Abschluss der Spielzeit "Das Gletschertheater" errichtet werden. Dieses Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Steinunn Sigurdadottir ist eine bewegende Geschichte über die Erschaffung eines Theaters durch die Einwohner eines kleinen Ortes in der isländischen Provinz.

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Puppentheater

Dracula (v.l. Louise Nowitzki, Luise Bose, Luise Friederike Hennig © Bühnen Halle, Foto: Anna Kolata)

Die Spielzeit beginnt einer Koproduktion von Puppentheater, Oper, Staatskapelle und Ballett Halle: Mozarts komisches Singspiel "Der neue Schauspieldirektor" wird um viel zarte, wilde, starke Musik erweitert, den Text transportiert das Puppentheater behutsam in unsere Gegenwart. Geborgenheit, Intimität, heimeliges Kaminfeuer bei einem im Glase geschwenkten Kognak erwarten Sie im "Schwarzen Salon vol. II: … Deck dich zu …" Geben Sie die Kontrolle über Ihre Gefühle ab. Lassen Sie den Empfindungen freien Lauf.

In dem Bestseller "CIAO" von Johanna Adorján stellt Regisseur Ralf Meyer die drei Protagonisten in den Mittelpunkt der Bühne, wo sie um Bedeutung kämpfen und als Stellvertreter ihrer Zeit ansichtig werden. Thornton Wilders Drama "Wir sind noch einmal davongekommen"  erfindet die Postmoderne aus dem Geist des Existentialismus. Intendant Christoph Werner setzt auf die Kraft des Ensemble-Puppentheaters, um das skurrilste Stück zur Stunde zu entdecken. Im Frühling geht es im Schwarzen Salon "Säe den Frühling!" es um das hoffnungsvolle Beginnen, wenn die ersten grünen Halme aus der Erde sprießen. In dem furiosen Science Fiction Stück "Ijon Tichys Sterntagebücher" von Stanisław Lem gefährdet der Protagonist den galaktischen Frieden, weil er den Botschafter einer fernen Galaxie für einen Kaffeeautomaten hält und eine Münze in ihn einwirft

> Alle Aufführungen im Puppentheater

 

Staatskapelle

Foto: Felix Broede

Mit der neuen Spielzeit begrüßt die Staatskapelle Halle ihren neuen Chefdirigenten, GMD Fabrice Bollon, und präsentiert mit ihm gemeinsam ein umfangreiches und breit gefächertes Konzertprogramm. In mehreren Konzertreihen und Sonderkonzerten werden ganz unterschiedliche Facetten der Musikliteratur dargeboten.

So spannen die Sinfoniekonzerte in der Georg-Friedrich-Händel-Halle den Bogen von Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 5 über "Die Planeten" von Gustav Holst, die 15. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch, "Till Eulenspiegels lustige Streiche" von Richard Strauss bis zu Anton Bruckners Sinfonie Nr. 4 und setzen mit Sergej Rachmaninows 3. Sinfonie und der in Halle nun erstmals aufgeführten "Wiedergeburt"-Sinfonie von Mieczysław Karłowicz besondere Akzente. International gefeierte Solistinnen und Solisten bilden jeweils das Zentrum der Konzerte. Neben Fabrice Bollon konnten weitere international hoch geschätzte Gastdirigenten gewonnen werden, wie beispielsweise Hartmut Haenchen, Georg Fritzsch, Łukasz Borowicz und Andrey Boreyko.

Außerdem feiert das Händelfestspielorchester Halle 2023 sein 30-jähriges Bestehen mit interessanten und opulenten Projekten.

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Weitere Informationen

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