Händel-Festspiele

28. Mai bis 13. Juni 2021, verschiedene Veranstaltungsorte

Das musikalische Highlight der Stadt bilden in jedem Jahr die Händel-Festspiele. Hochkarätige Künstler - von der Sängerin bis zum Dirigenten - präsentieren Händelsche Werke und lassen die Geburtsstadt des Komponisten in mannigfaltigen Tönen erklingen.

In unzähligen Konzerten und Veranstaltungen schimmert die Brillanz eines großen Komponisten aber auch seiner Interpreten hindurch. Begleitet von einem Rahmenprogramm, das von nicht weniger Schönheit und Einfallsreichtum zeugt als die Musik Händels, erleben die Besucher sprichwörtliche Festtage.

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"Helden und Erlöser"

Unter dem Motto "Helden und Erlöser" stehen rund 100 Veranstaltungen an 20 verschiedenen Orten auf dem Programm. Nach der Absage der Händel-Festspiele 2020 aufgrund der Corona-Pandemie wird die Stiftung Händel-Haus mit verschiedenen Konzepten alles dafür tun, dass im kommenden Jahr wieder Händel-Festspiele - in welcher Form auch immer - gefeiert werden können. Als die Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 in Deutschland ausbrach, war das Programm der Festspiele im kommenden Jahr bereits fertig geplant. Im Verlauf der letzten Wochen und Monate musste dieses Corona-konform geändert und dabei auch mehrere Programmpunkte aufgegeben werden. Und dennoch: Es wird trotz Einschränkungen und bei deutlicher Reduzierung der Sitzplatzkapazitäten ein umfassendes und abwechslungsreiches Programm angeboten mit vielen Stars der Barockmusik, mit Erstaufführungen in der Neuzeit und Premieren. Die Entwicklung der Pandemie bleibt dennoch weiterhin unvorhersehbar, insbesondere was Reisebeschränkungen betrifft.

Aus diesem Grund gibt es erstmals in der langen Festspielgeschichte einen gestaffelten Vorverkauf, nachdem die Veranstaltungen einer Risikoanalyse unterzogen wurden. Am 3. Dezember 2020 startete bereits der erste Ticketvorverkauf. Weitere Ticketvorverkäufe werden noch bekannt gegeben.

Internationale Stars, beispielsweise die Sängerinnen Lucy Crowe, Sandrine Piau und Kristina Hammerström sowie die Countertenöre Andreas Scholl, Xavier Sabata und Raffaele Pé, die im Rahmen von Festkonzerten auftreten werden, verleihen den Händel-Festspielen einen besonderen Glanz. Darüber hinaus gastieren international renommierte Ensembles wie u. a. The King’s Consort mit Robert King, La Cetra Barockorchester Basel unter der musikalischen Leitung von Andrea Marcon und die Lautten Compagney Berlin mit dem Händel-Preisträger Wolfgang Katschner.

Das Programm der kommenden Händel-Festspiele widmet sich in besonderem Maße dem Themenfeld "Helden und Erlöser" und setzt einen Fokus auf das heute noch berühmteste Werk Händels: den "Messiah". Das Oratorium erklingt bei den Festspielen in drei verschiedenen Versionen bzw. Bearbeitungen: Neben der Händel’schen Londoner Originalfassung kann man die wenig bekannte deutsche Textfassung von Johann Gottfried Herder kennenlernen sowie einen bearbeiteten "Messiah" im karibischen Musikstil, der seine europäische Erstaufführung in Halle feiern wird. Hinzu kommen mehrere Konzerte, in denen die Lebensgeschichte Jesu in Ausschnitten und neuen Zusammenstellungen erklingt und teilweise bei den Händel-Festspielen erstmals aufgeführt werden.

In Form von internationalen und nationalen Koproduktionen werden die szenischen Opern „Ariodante“ HWV 33, „Alcina“ HWV 34 und „Teseo“ HWV 9 über die Bühne gehen. Dabei wird „Ariodante“ in einer zauberhaften Marionetteninszenierung mit der Mailänder Compagnie Carlo Colla e Figli und der Lautten Compagney Berlin zu erleben sein. Wer sich an die wunderbaren Produktionen des „Rinaldo“ im Jahr 2011 und „Giustino“ von 2017 erinnert, weiß, dass die Besucher ein besonderes Theaterereignis erwartet. Die Brockes-Passion („Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesus“) wird von Walter Sutcliffe, einem der gefragtesten Regisseure seiner Generation und designierter Intendant am halleschen Opernhaus inszeniert. Ferner werden konzertant „Giulio Cesare in Egitto“ HWV 17 in einer speziellen Fassung, die erstmals in der Neuzeit erklingt, mit dem La Cetra Barockorchester Basel unter der musikalischen Leitung des Händel-Preisträgers 2021 Andrea Marcon und das von Händel arrangierte Pasticcio „Lucio Papirio Dittatore” HWV A6 mit dem Londoner Ensemble Opera Settecento und Leo Duarte – eben-falls als neuzeitliche Erstaufführung – aufgeführt.

Weiterhin erwartet die Besucher diverse interkulturelle und genreübergreifende Konzerte, wie Baroque Lounges, Jazz-Konzerte, eine Orgelnacht, Chorkonzerte, einen Poetry-Slam, Familienveranstaltungen sowie die traditionellen Open Air-Konzerte in der Galgenbergschlucht, darunter „Bridges to Classics“ mit dem Special Guest Robert Hart von „Manfred Mann’s Earth Band“.

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Weitere Informationen

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