Von Utopie und Völkerfreundschaft

Auf den Spuren von BURG-Künstlern in Halle (Saale)

Route 6 führt nach Halle-Neustadt und begibt sich auf die Spuren jener Künstler, die die im Entstehen begriffene, neue Stadt mit Reliefs, Wandmalereien und Plastiken ausgestalten durften.

Startpunkt: Nietlebener Straße
Endpunkt: Am Taubenbrunnen
Länge: 2,4 km
Dauer: 90 min





Es war ein Segen besonderer Art, dass bei der Errichtung einer idealtypischen Planstadt ein großes finanzielles Kontingent für Kunst am Bau vorgesehen war. Viele der etwa 150 zu bestaunenden Kunstwerke waren Auftragswerke und hatten formal und thematisch die jeweiligen ideologisch geprägten Vorgaben zu erfüllen. International bedeutsam sind die monumentalen Arbeiten des spanischen Malers und Grafikers Josep Renau, der im mexikanischen Exil gelebt und mit berühmten Muralisten wie Diego Rivera und David Alfaro Siqueiros an großen Wandbildern gearbeitet hatte, bevor er 1958 in die DDR gekommen und 1968 von Neustadt-Chefarchitekt Richard Paulick mit der Schaff und eines Wandbildzyklus’ betraut worden war.
Auch die parkähnliche »Galerie im Grünen« mit ihren Bronzeplastiken ist ein herausragendes Beispiel für Kunst als öffentlicher Raum. »Reflexion – Geschichte« – so ließe sich diese Themenroute durch Halle-Neustadt überschreiben, die von Utopien und Völkerfreundschaft erzählt, und von Zuversicht. (Text: Maria Meinel)