Ariadne auf Naxos

2. März 2019 - 19:30
© Foto: Theater, Oper und Orchester GmbH, Anna Kolata
Im Palast eines neureichen Wieners wird ein Theaterabend vorbereitet. Man gibt die Ariadne, eine seriöse Opera seria. Der Komponist ist anwesend, ebenso sein Musiklehrer. Zum Entsetzen der Opernschaffenden soll direkt auf ihre Opernpremiere das heitere Commedia dell’arte-Spiel Die ungetreue Zerbinetta und ihre vier Liebhaber einer reisenden Theater-Truppe aufgeführt werden. Der Schock sitzt tief – doch es kommt noch schlimmer. Der Auftraggeber lässt verfügen, dass aus Zeitgründen beide Stücke nun gleichzeitig aufzuführen seien. Tenor und Primadonna protestieren, der Komponist ist außer sich, doch aller Widerstand ist zwecklos. Die kokette Zerbinetta erklärt die neue Spielsituation und der Vorhang geht auf: „Das Stück geht so: eine Prinzessin wurde von ihrem Bräutigam sitzen gelassen, und ihr nächster Verehrer ist vorerst noch nicht angekommen. Die Bühne stellt eine wüste Insel dar. Wir sind eine muntere Gesellschaft, die sich zufällig auf der Insel befindet. Die Kulissen sind Felsen, und wir platzieren uns dazwischen. Ihr richtet euch nach mir, und sobald sich eine Gelegenheit bietet, treten wir auf und mischen uns in die Handlung!“ In Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos treffen durch das Stück im Stück Welten aufeinander. Die Willkür des Neureichen der Rahmenhandlung, dem Kunst bloß repräsentatives Beiwerk ist, kollidiert mit dem sakralen Kunstverständnis des Komponisten. Opera seria und Commedia dell’arte müssen eine scheinbar unmögliche Liaison eingehen. Was auf den ersten Blick eher gewollt und konstruiert anmuten könnte, ist eins der beeindruckendsten Musiktheaterwerke des legendären Duos Richard Strauss und Hugo von Hofmansthal. Die Liebe der Autoren zu scharfen Kontrasten und Brüchen zwischen Einfachheit und hoher Kunst, zwischen Komik und Ernst führt in Ariadne auf Naxos zu einer ungeahnten Harmonie dieser beiden Welten. Das Theater führt sich selbst auf, scheut dabei keinen Pathos und hat einen Heidenspaß. Montage, ungenierte Zitate der Operngeschichte, Sprünge zwischen den Erzählungen: Ariadne auf Naxos ist in ihrem Aufbau ein Werk, das der Gegenwart entstammen könnte. Die große Emotionalität bringt sie aber in all der Intensität mit, die das frühe 20. Jahrhundert zu bieten hatte. An der Oper Halle widmet sich mit Paul-Georg Dittrich einer der interessantesten Regisseure der jüngeren Generation dem Monumentalwerk von Strauss und Hofmannsthal, der zuletzt mit Inszenierungen am Theater Bremen und der Staatsoper Hamburg für Aufsehen gesorgt hat. Dittrich wurde bereits zwei Mal für den deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie „Regie Musiktheater“ nominiert.
Rubrik(en): 
Bühne
Termin(e): 
Samstag, 2. März 2019 - 19:30
Sonntag, 17. März 2019 - 15:00
Mittwoch, 10. April 2019 - 19:30
Sonntag, 21. April 2019 - 19:30
Freitag, 10. Mai 2019 - 19:30

Veranstaltungsort: 
Universitätsring 24
06108 Halle (Saale)
Telefon: 
(0345) 51100
Haltestelle: 
Moritzburgring, Joliot-Curie-Platz
Banner Sparkasse
2
mobilePmobileL
Banner HWG
9
tabletscreensky
Banner Women in Jazz
14
tabletscreensky
Banner GWG
9999
tabletscreensky
Banner GWG
9999
mobilePmobileL
Banner HWG
13
mobilePmobileL
Banner BWG
18
mobilePmobileL
Banner hotel global
23
tabletscreensky
HAVAG - Imagebanner
5
mobilePmobileL
HAVAG - Imagebanner
5
tabletscreensky
22
mobilePmobileL
Banner 5 Welten
17
tabletscreensky
Banner 5 Welten
5
mobilePmobileL

Das Örtliche - Die Auskunft für Ihren Ort Das Örtliche - Die Auskunft für Ihren Ort Geldautomaten