Benita Koch-Otte. Eine Bauhäuslerin in Halle (Saale)

Vortrag mit Dr. Angela Dolgner im Rahmen der Vortragsreihe der Freunde und Förderer des Kunstmuseums Halle (Saale) e. V. zu halleschen Künstlern Benita Koch-Otte (1892–1976) zählt zu den herausragenden deutschen Textilgestalterinnen im 20. Jahrhundert. Zur Bauhausausstellung 1923 in Weimar schuf sie den Teppich für das Direktorenzimmer von Walter Gropius sowie einen Kinderzimmerteppich und entwarf gemeinsam mit Ernst Gebhardt die Küche für Georg Muches Musterhaus Am Horn. Ihre schöpferischste Zeit verband sich jedoch mit Halle (Saale). Ab 1925 entwickelte sie die Textilwerkstatt der Kunstschule Burg Giebichenstein in fruchtbarer Konkurrenz zur Bauhausweberei zu einer Produktionsstätte für moderne Raumtextilien, die ihr Ehepartner Heinrich Koch in vielen seiner Fotografien künstlerisch in Szene setzte. Mit jährlich neuen Kollektionen für die Leipziger Grassimesse erregte Koch-Otte überregionale Aufmerksamkeit. Sie beschickte Messen und Ausstellungen in ganz Deutschland, aber auch in Barcelona, Danzig, Monza, Paris, Wien, Zürich und Übersee. Nach 1933 konzipierte sie ein eigenes Lehrkonzept, das auf Johannes Ittens Vorkurs und Paul Klees Farbenlehre aufbaut und in der therapeutischen Ausbildung in den Bodelschwinghschen Anstalten Bethel jahrzehntelang Anwendung fand.
Preis: 
3,00 € | 2,00 € ermäßigt | Freier Eintritt für Mitglieder der Freunde und Förderer des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale)
Rubrik(en): 
Lesungen und Vorträge
Termin(e): 
Mittwoch, 4. Januar 2023 - 18:30

Veranstaltungsort: 
Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle (Saale)
Telefon: 
(0345) 212590
Haltestelle: 
Moritzburgring

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