Buchpäsentation: Sinti in der DDR

Simone Trieder/Markus Hawlik-Abramowitz Es war die unmittelbare Folge der Vernichtungspolitik der Nazis, dass es in der DDR nur wenige Sinti gab. Die zurückkamen, kämpften um die Anerkennung als Verfolgte des Nationalsozialismus. Sinti waren zwar »normale« DDR-Staatsbürger, aber es gab für sie keine Anerkennung als ethnische Minderheit. In ihren Familienverbänden lebten sie in einer Art Parallelgesellschaft. An den Schnittstellen wie in Schulen und Ämtern waren nicht wenige Sinti gesellschaftlichem Rassismus ausgesetzt, denn in der DDR – wie in der Bundesrepublik – lebten die alten Vorurteile gegenüber den "Zigeunern" fort. Das Buch stellt erstmals den Alltag der Sinti in der DDR einer breiten Öffentlichkeit vor. Die Aufnahmen von Markus Hawlik-Abramowitz beeindrucken durch die Nähe des Fotografen zu seinen Protagonisten. Simone Trieders Essay beschreibt einfühlsam, faktenreich und anekdotisch die Erlebniswelt von Sinti im ostdeutschen Sozialismus. Herausgegeben vom Verein Zeitgeschichte(n) e.V.
Preis: 
3,00 €
Rubrik(en): 
Lesungen und Vorträge
Termin(e): 
Sonntag, 1. November 2020 - 17:00

Veranstaltungsort: 
Seebener Straße 172
06114 Halle (Saale)
Telefon: 
(0345) 5238631
Haltestelle: 
Emil-Eichhorn-Straße (Tram: Linie 8)

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