Buchpremiere Andreas Höll: Am Ende des Schattens

Das Janusgesicht des Deutschen Kolonialismus zwischen Rassenwahn und der Faszination für das Fremde Berlin in den dreißiger Jahren. Der britische Korrespondent Segal Dolphin schreibt eine Reportage über ein Berliner Forschungsinstitut, an dem »Rassenhygieniker« die »Eingebo-renen« im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika vermessen. Als ihm eines Abends die ge-heimnisvolle Dodo Liebermann –deutsche Jüdin, bisexuell, Fotografin und Avantgarde-künstlerin – begegnet, wird daraus der Beginn einer aufreibenden Amour fou. Doch er ahnt nicht, dass Dodo von einem undurchsichtigen Mann erpresst wird. Auf ihn trifft Dolphin schließlich im Südwesten Afrikas, wo es zum Showdown kommt. In Am Ende des Schattens, einer Mischung aus historischem, Liebes- und Künstlerinnen-roman, erzählt Andreas Höll atmosphärisch dicht von den widersprüchlichen Auswirkungen der deutschen Kolonialgeschichte nach dem Ersten Weltkrieg, die zwischen Rassenwahn und der Faszination für das Fremde changieren und vor dem Hintergrund des aufkom-menden Nationalsozialismus immer sichtbarer werden. Andreas Höll studierte Allgemeine Rhetorik, Germanistik und Empirische Kulturwissenschaf-ten in Tübingen sowie an der Stanford University in Kalifornien. Nach Volontariaten beim Ammann Verlag in Zürich und bei RIAS Berlin/Deutschlandradio wurde er Kunstredakteur beim Kulturradio des Mitteldeutschen Rundfunks. Neben zahlreichen Katalogtexten zur zeitgenössischen Kunst erschien 2004 sein Buch »Halbzeiten für die Ewigkeit« im Gustav Kiepenheuer Verlag.
Preis: 
5€ | 3€
Rubrik(en): 
Bühne
Lesungen und Vorträge
Termin(e): 
Freitag, 17. September 2021 - 19:00

Veranstaltungsort: 
Neuwerk 11
06108 Halle (Saale)
Telefon: 
(0345) 29897294
Haltestelle: 
Diakoniewerk Halle

-->