Feministisch netzwerken & streiten

Diese Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe Q. 2o19: detail_vernetzt Feministisch netzwerken & streiten mit Q. [kju_point]-Team & Frauen_Streik Halle Saale Wir nehmen wahr, dass es in Halle (Saale) zahlreiche Initiativen und Zusammenschlüsse mit einem feministischem, solidarischen und emanzipatorischen Selbstverständnis gibt – wie in anderen Orten auch. Verschiedene Gruppen legen ihren Fokus auf unterschiedliche Themen. Wir haben in verschiedenen Zusammenhängen die Erfahrung gemacht, dass unterschiedliche linke Gruppen sich gegenseitig Rassismus-, Sexismus-, Transfeindlichkeit oder Antisemitismus-Vorwürfe an den Kopf werfen. Selten wird miteinander geredet und oft wird auf andere Gruppen in anderen Städten geschaut. Wir finden Kritik wichtig und begrüßenswert. Haben allerdings das Gefühl, dass öfter gegeneinander und aneinander vorbei geredet wird, als konstruktiv und solidarisch miteinander zu arbeiten und viele Leute den Schauplatz der Auseinandersetzung aus verschiedenen Gründen verlassen. Das finden wir schade. Weil es viele Leute frustriert, Energie kostet, Potenziale verschenkt und nicht dazu führt, dass sich ernsthaft mit Kritik auseinander gesetzt wird. Wir haben das Gefühl, dass wir für ähnliche Ziele kämpfen – z.B. für Selbstbestimmung, Empowerment, Emanzipation, Solidarität – und gegen ähnliche Dinge kämpfen – z.B. rechte Gewalt, die AfD, (Selbst-)Ausbeutung. Wir möchten gern schauen, ob eine Auseinandersetzung nicht auch zielführender gelingen kann. Daher möchten wir zunächst mit dieser Online-Umfrage herausfinden, was einzelne Akteur*innen in Halle (Saale) bräuchten, um mit anderen Initiativen zusammenzukommen und konstrukiv die eigenen Selbstverständnisse und Praxen zu reflektieren. Daher laden wir unterschiedlichste Gruppen und Personen in Halle (Saale) ein, diesen Fragebogen auszufüllen. Wir erheben keine persönlichen Daten. Wer mag kann aber angeben, welcher (Polit-)Gruppe er*sie sich zugehörig fühlt. Der Fragebogen ist aus Auseinandersetzungen heraus entstanden, die uns nicht erst im Zusammenhang des Frauen*streiks 2019 aufgefallen sind. Wir – Menschen aus dem Q. [kju_point]-Orga-Umfeld und dem Frauen*streik – haben uns zusammengesetzt und diesen Fragebogem erarbeitet. Erste Ergebnisse sollen im Herbst auf dem diesjährigen Q. [kju_point] vorgestellt werden. Die Idee ist, die erhobenen Daten den teilnehmenden Communities zur Verfügung zu stellen. Wir wollen uns nicht persönlich bereichern, sondern einen Beitrag leisten, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Es soll weitere Formate geben, um miteinander ins Gespräch zu kommen, über Bündnisse nachzudenken und darüber, was diese ermöglichen oder verhindern kann. Damit wir unsere Energie nicht nur darauf verwenden, uns gegenseitig runterzumachen, sondern gemeinsam für die Dinge aktiv zu werden, die uns wichtig sind.
Preis: 
Eintritt gegen Spende
Rubrik(en): 
Lesungen und Vorträge
Termin(e): 
Samstag, 12. Oktober 2019 - 20:00

Veranstaltungsort: 
Böllberger Weg 5
06110 Halle (Saale)
Telefon: 
(0175) 6648303
Haltestelle: 
Glaucher Platz (Tram: Linien 4, 9)