Giebichensteiner Sommerfilmnächte - Motto "Lebensläufe"

Kino unterm Sternenzelt in lauer Abendluft bei kühlen Getränken, das bieten die Sommerfilmnächte auf der Oberburg! Um 21.30 Uhr beginnt der Film, Einlass ist bereits ab 20 Uhr. Genießen Sie vor Filmbeginn die schöne Aussicht oder tauchen Sie in die Geschichte der Burg ein. Für Ihr leibliches Wohl ist gesorgt. Wie in den letzten Jahren gilt: Sie wählen aus zwei Filmen Ihren Favoriten. Der Film mit den meisten Stimmen wird gezeigt. Welcher das ist, erfahren Sie am Tag der Aufführung ab 12 Uhr. Bis 10 Uhr können Sie Ihre Wahl treffen. Die Entscheidung fällt zwischen: Hannas Reise Für ihre berufliche Karriere braucht die ehrgeizige Hanna (Karoline Schuch) den Nachweis, dass sie sich ehrenamtlich engagiert hat. Soziale Kompetenz ist gefragt. Etwas, was in ihrem Leben bisher keine große Rolle spielte. Und so versucht sie sich durchzuschummeln. Aber ihre Mutter Uta (Suzanne von Borsody), Leiterin von „Aktion Friedensdienste“ für Israel, lässt das nicht zu und sorgt dafür, dass Hanna tatsächlich ein soziales Praktikum antritt, indem sie ihr eine Stelle in einem Behindertendorf in Tel Aviv vermittelt. Hanna bleibt keine Wahl. Wütend, widerwillig und voller Vorurteile macht sie sich auf die Reise. In Israel angekommen, stößt Hanna mit ihrer überheblichen Art bei allen auf Unverständnis: Ob in ihrer vollgemüllten WG mit dem „Wiedergutmachungsdeutschen“ Carsten (Max Mauff) und der Politaktivistin Maja (Lore Richter), ob im Umgang mit den Behinderten bei der Arbeit oder auch bei den Treffen mit „ihrer“ Holocaustüberlebenden Gertraud (Lia König). Auch Itay (Doron Amit), der Betreuer, dem sie zugeteilt wurde, lässt sie zunächst mit Holocaustwitzen und zynischen Sprüchen auflaufen. Und zugleich beginnt er eine Flirtoffensive, der Hanna sich immer weniger entziehen kann. Nach und nach lernt Hanna, die Welt durch Itays Augen zu sehen. Doch die Gegensätze ihrer Herkunft stehen immer wieder zwischen den beiden. Unüberwindlich scheinen die Schatten der Vergangenheit und der gefährlichen Gegenwart Israels, einem Land, in dem Krieg zum Alltag gehört… bis die beiden erkennen, dass allein ihr Zusammensein zählt. Michael Kohlhaas Heinrich von Kleists Novelle MICHAEL KOHLHAAS aus dem Jahr 1810 erzählt eine universelle Geschichte vom Widerstand gegen Willkür, vom Kampf des Individuums gegen Obrigkeit, ein Schrei nach Gerechtigkeit. Universelle Themen, die weit über den deutschen Sprachraum hinweg Gültigkeit haben. Der Franzose Arnaud des Pallières verfilmt feinfühlig und fulminant dieses Stück deutsche Literatur, verlegt die Handlung aus dem 16. Jahrhundert von Brandenburg und Sachsen in die Cévennen, eine karge Region wie geschaffen für diese Tragödie eines aufrechten Mannes, dargestellt von einem faszinierenden Mads Mikkelsen. Ein kraftvoller Film mit starken Emotionen und einer atemberaubenden Bildsprache (Kamera: Jeanne Lapoirie) über eine große Liebe und den eternellen Konflikt zwischen „Oben und „Unten“, den nie verhallenden Ruf nach Freiheit. Dieser MICHAEL KOHLHAAS schlägt furios den Bogen zur Gegenwart mit ihrer Unterdrückung und Ungerechtigkeit und den Kampf oppositioneller Bewegungen und unterstreicht auch Stéphane Hessels Aufforderung „Empört Euch“.
Preis: 
7,00 €
Rubrik(en): 
Freizeitaktivitäten
Termin(e): 
Samstag, 13. August 2022 - 21:30
Wo: 
Oberburg

Veranstaltungsort: 
Seebener Straße 1
06114 Halle (Saale)
Telefon: 
(0345) 5233857
Haltestelle: 
Burg Giebichenstein

-->

Veranstalter: 
Stadtmuseum Halle (Saale)
Große Märkerstraße 10
06108 Halle (Saale)
Telefon: 
(0345) 2213030