Film und Psychoanalyse „Gegen die Wand“ (Deutschland 2004)

Fatih Akin erzählt eine intensive Liebestragödie einer jungen Türkin als düstere Variante von "Ein unmoralisches Angebot". Zwei Verzweifelte treffen in einem Hamburger Krankenhaus aufeinander. Die junge Türkin Sibel hat sich die Pulsadern aufgeschnitten, Cahit sein Auto total betrunken gegen die Wand gefahren. Um ihrem restriktiven Elternhaus zu entfliehen, überredet Sibel Cahit, sie zum Schein zu heiraten, im Gegenzug will sie ihm den Haushalt führen. Immer mehr fühlt sich der Alkoholiker jedoch zu Sibel hingezogen, während sie sich ungehemmt dem Vergnügen hingibt. Da tötet Cahit im Rausch einen ihrer Liebhaber. Völlig überraschend wurde Fatih Akins kraftvolle, traurig-schöne Liebesgeschichte bei der Berlinale 2004 mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Zurecht: Die Hauptdarsteller Birol Ünel und Sibel Kekilli bringen ihre Selbstzerstörung mit einer solch leidenschaftlichen Wucht auf die Leinwand, dass wahre Poesie durch ihre Tragödie schimmert. Im Anschluss Alexander Suckel im Gespräch mit dem Psychotherapeuten Gerold Hiebsch.
Preis: 
8,00 € | 5,00 € erm.
Rubrik(en): 
Lesungen und Vorträge
Termin(e): 
Montag, 4. November 2019 - 19:00
Wo: 
Grüner Salon

Veranstaltungsort: 
Bernburger Straße 8
06108 Halle (Saale)
Telefon: 
+49 (0) 345 13252513
Haltestelle: 
Hermannstraße, Mühlweg