Grit Poppe „Angstfresser“

Angstfresser, der (lat. Hirudo Timor), blutegelähnlicher Parasit, der in der traditionellen chinesischen Medizin als Therapie gegen Angst- und Panik­zustände sowie Traumata eingesetzt wird. Auf anfängliche Nebenwirkungen wie Albträume, Halluzinationen, Wiedererleben früherer Gefühlszustände folgen rapide, kontinuierliche Therapieerfolge. Scheinbar. Kyra, eine labile junge Frau, die an den Gespenstern ihrer Vergangenheit zu zerbrechen droht, sieht die Therapie mithilfe eines Hirudo Timors als ihre letzte Chance, sich von ihren Ängsten zu befreien. Doch was ist Schreckliches passiert, dass jedwede Erinnerung an ihre Kindheit aus ihrem Gedächtnis wie ausgelöscht erscheint? Nach und nach kann sie sich von ihren posttraumatischen Belastungsstörungen befreien. Doch plötzlich kehren die Erinnerungen zurück und die Vergangenheit holt sie wieder ein … Wortgewaltig, aber auch sensibel reißt Grit Poppe die Leser in einen Strudel aus Angst, Schuld und Surrealität. Grit Poppe, geb. 1964 in Boltenhagen, hat am Literaturinstitut in Leipzig studiert und schreibt Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Sie erhielt verschiedene Stipendien und Preise. Zuletzt war sie Stadtschreiberin in Rheinsberg (2018). Für den Jugendroman »Weggesperrt« wurde sie u. a. mit dem Gustav-­Heinemann-Friedenspreis ausgezeichnet. Im Mitteldeutschen Verlag erschien 1989 ihr Erzählungsband »Der Fluch«. Die Autorin lebt in Potsdam. Moderation: Raimund Müller
Preis: 
8,00 € | erm. 5,00 €
Rubrik(en): 
Lesungen und Vorträge
Termin(e): 
Montag, 19. Oktober 2020 - 19:00
Wo: 
Großer Saal

Veranstaltungsort: 
Bernburger Straße 8
06108 Halle (Saale)
Telefon: 
+49 (0) 345 13252513
Haltestelle: 
Hermannstraße, Mühlweg

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