Katja Petrowskaja: Das Foto schaute mich an

Katja Petrowskaja befasst sich in Das Foto schaute mich an auf einzigartige Weise mit Fotografie. Das lang erwartete neue Buch der deutsch-ukrainischen Autorin, die mit Ihrem Debüt Vielleicht Esther 2014 bekannt wurde, enthält eine Auswahl von Fotos und den dazugehörigen Kolumnen, die sie seit 2015 für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung geschrieben hat. Ein Foto trifft den Blick der Betrachterin und lässt sie nicht los. Das rauchvernebelte Gesicht eines Grubenarbeiters im Donbass, eine alte Frau im Kaukasus, die der Sessellift in den Himmel trägt oder ein Mädchen auf einem Bahndamm im Ruhrgebiet. Hier hat die Autorin ein eigenes Genre geschaffen, in dem sich Landschaft, Zeitgeschichte, Biografie und Form zu Prosaminiaturen verdichten. Subjektive Betrachtungen verbinden sich mit geschichtlichen Dimensionen. Den intimen Moment des Staunens verwandelt Petrowskaja in eine behutsame Sprache. Die kleinen Texte zur Fotografie sind große Literatur und werden von der NZZ in eine Reihe mit Susan Sonntag, Walter Benjamin, Roland Barthes und W.G. Sebald gestellt. Katja Petrowskaja, 1970 in Kiew geboren, lebt seit 1999 in Berlin und zurzeit auch in Tbilisi. Sie studierte in Tartu, Stanford und Moskau Literaturwissenschaft und ist als Journalistin für deutsch- und russischsprachige Medien tätig. Ihr literarisches Debüt Vielleicht Esther, 2014, über ihre jüdischen Vorfahren in Kiew wurde ein Welterfolg, in über 30 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Moderation: Doris Sossenheimer, Dramaturgin Gastronomie und Getränkeangebot ab 19 Uhr Reservierung: Kartenreservierungen unter literatur@burg-halle.de Eine Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Literatur im Volkspark"
Preis: 
5,00 € | Burg-Studierende Eintritt frei
Rubrik(en): 
Lesungen und Vorträge
Termin(e): 
Donnerstag, 24. November 2022 - 19:30

Veranstaltungsort: 
Schleifweg 8a
06108 Halle (Saale)
Haltestelle: 
Volkspark

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