Konchylien: Molluskenschalen als Sammlungs- und Forschungsobjekte

Die Bestände in Museen, Akademien und Universitäten sind zumeist das Ergebnis einer Sammlungstätigkeit, die in der Frühen Neuzeit begann, und bilden eine wichtige Grundlage für die wissenschaftliche Forschung. Die Schalen von Muscheln und Schnecken, im 18. Jahrhundert auch als Konchylien bezeichnet, waren und sind beliebte Objekte für private und wissenschaftliche Sammlungen. Wie nur wenige andere Gegenstände belegen sie exemplarisch die enge Verknüpfung von Natur, Handel, Wissenschaft und Kunst. Wie entstanden diese Sammlungen, wie haben sie sich über die Jahrhunderte verändert? Auf welche verschiedenen Weisen haben Sammeln und Forschen seit der Frühen Neuzeit zusammengewirkt? Wie verhält sich die Erforschung und Aufbewahrung von Objekten zu Entwicklungen in der Wissenschaftssprache, ästhetischen Praktiken und dem Wert der Gegenstände? Der Workshop widmet sich diesen Fragen anhand von Vorträgen unter Perspektiven aus der Wissenschaftsgeschichte, Zoologie, Paläontologie sowie aus dem Handel und der Betreuung von Sammlungen. Der Workshop ist Teil des BMBF-Projektes „Objektsprache und Ästhetik: Wertdimensionen des Objektbezuges in historischer Perspektive. Das Beispiel Konchylien“, welches gemeinsam vom Leopoldina-Zentrum für Wissenschaftsforschung, dem Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlung der MLU Halle-Wittenberg und dem Goldfußmuseum der RFWU Bonn durchgeführt wird.
Preis: 
Eintritt frei
Rubrik(en): 
Bildung
Termin(e): 
Donnerstag, 21. Februar 2019 -
9:00 bis 16:45
Wo: 
Lesesaal

Veranstaltungsort: 
Emil-Abderhalden-Straße 36
06108 Halle (Saale)
Haltestelle: 
Moritzburgring (Tram: Linien 1, 3, 7, 8)