Medizin im Nationalsozialismus: Kulturen, Strukturen, Lebensgeschichten

14. Mai 2022 - 11:00
Frühjahrstagung des Zentrums für Wissenschaftsforschung Seit den 1980er Jahren erlebt die Forschung zur deutschen Medizin im Nationalsozialismus einen wesentlichen Aufschwung, doch noch immer sind einige Forschungsbereiche unzureichend beleuchtet. So wurden etwa die persönlichen Lebensgeschichten der Opfer bisher zu wenig berücksichtigt. Gleichermaßen steht eine umfassende Aufarbeitung aller Opfer der NS-Medizin, trotz vielfältiger Ansätze einzelner Institutionen, noch aus. Dazu kommt die Frage, wie die medizinische Erziehung und Forschung der NS-Zeit in den beiden deutschen Staaten nachwirkten. Die spätere Nutzung militärpathologischer Arbeiten aus dem Zweiten Weltkrieg bleibt ebenso ein Forschungsdesiderat wie die Folgen, die die Auschwitz-Forschung zur Reproduktionsmedizin auf nachfolgende Generationen hatte. Die Tagung bietet eine Bestandsaufnahme der bisherigen Forschung und diskutiert neue Erkenntnisse kritisch. Die Veranstaltung bildet den Abschluss zu der fünfjährigen internationalen Forschungskooperation zwischen Paul Weindling ML und dem Zentrum für Wissenschaftsforschung, die im Rahmen des 2015 an Paul Weindling ML verliehenen Anneliese Maier-Forschungspreises der Alexander von Humboldt-Stiftung stattfand.
Rubrik(en): 
Bildung
Lesungen und Vorträge
Termin(e): 
Freitag, 13. Mai 2022 - 11:00
Samstag, 14. Mai 2022 - 11:00

Veranstaltungsort: 
Jägerberg 1
06108 Halle (Saale)
Telefon: 
(0345) 47239600
Haltestelle: 
Moritzburgring

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