St. Sebastian und St. Rochus. Pest und Pestheilige in der Kunst

Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kunst & Religion“ mit Pfarrer Walter Martin Rehahn Die unvorstellbar verheerende Pest-Pandemie Mitte des 14. Jahrhunderts in Europa hat bei den Überlebenden und den nachfolgenden Generationen das Verhältnis zu Krankheit und Tod grundlegend verändert. Dies schlug sich in der Kunst, aber auch in der Frömmigkeitspraxis nieder. Insbesondere zwei Heilige, St. Sebastian und St. Rochus, wurden in Pest- und Seuchenzeiten um Beistand angefleht. Warum gerade sie? Dies versucht der Vortrag zu beantworten. In einem ersten Teil gibt der Vortrag eine kurze Übersicht charakteristischer Pestdarstellungen in der Kunst seit dem 14. Jahrhundert. Der zweite Teil liefert Fakten und Legenden zum Leben der beiden Pestheiligen St. Sebastian und St. Rochus und verfolgt abschließend den Wandel ihrer Darstellung im Laufe der Jahrhunderte. Ein Zielpunkt ist dabei das Bild „Sebastian in Blau“ (1909) von Albert Weisgerber, das sich im Besitz des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) befindet. Pfarrer Walter Martin Rehahn (Theologe und Kunsthistoriker) ist freier Dozent und Autor. Seit 2009 hat er einen Lehrauftrag für Christliche Archäologie und Kirchliche Kunst an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und ist seit 2016 Kunstbeauftragter des Kirchenkreises Halle-Saalekreis. Die Vortragsreihe „Kunst & Religion“ findet in Kooperation des Kunstmuseums Moritzburg und der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt statt.
Rubrik(en): 
Lesungen und Vorträge
Termin(e): 
Dienstag, 29. September 2020 - 15:30

Veranstaltungsort: 
Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle (Saale)
Telefon: 
(0345) 212590
Haltestelle: 
Moritzburgring

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