Un Ballo in Maschera - PREMIERE

Ein mächtiger Mann, sein nächster Vertrauter und dessen Frau. Liebe, Freundschaft, Hass und eine große Verschwörung, angelehnt an den mysteriösen Tod einer der schillerndsten Persönlichkeiten Europas: Das sind die Zutaten für Un ballo in maschera aus dem Jahr 1859 – eine der besonders legendären Opern Giuseppe Verdis. Gustav III. von Schweden liebt Amalia, die Frau seines nächsten Vertrauten Renato. Amalia hat ebenfalls Gefühle für Gustav – und diese Gefühle bedeuten Gefahr. Nicht nur, weil die Wahrsagerin Ulrica prophezeit, dass Gustav von der Hand seines besten Freunds sterben wird, sondern auch, weil Gustav von politischen Verschwörern nahezu umzingelt ist. Als Renato Amalia und Gustav zu zweit überrascht, wechselt er auf die Seite der Verschwörer und verübt auf dem großen Maskenball einen Anschlag auf Gustav. Dieser Mord ist keineswegs aus der Luft gegriffen. Gustav III. von Schweden war in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine bedeutende wie berüchtigte Person des europäischen Adels. Der aufgeklärte Monarch förderte nicht nur die Künste, sondern wollte im Sinne der Aufklärung die Privilegien des Adels beschneiden. Bei einem Maskenball in der Stockholmer Oper wurde er von maskierten Verschwörern erschossen. Giuseppe Verdi hat aus diesem Stoff ein wahrlich dramatisches Feuerwerk komponiert, das die Erwartungen an große Oper – vom intimen Gefühlsdrama bis zur Thematisierung politischer Fragen – zur Gänze erfüllt. Das Werk musste in seiner Entstehungszeit zahlreiche Hürden der Zensur nehmen und wurde so zunächst von Stockholm nach Boston verlegt, bis in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die ursprüngliche Verortung in Schweden und die Anlehnung an das reale historische Ereignis wieder an Popularität gewann. Noch heute ist dieses Werk ein beeindruckendes Psychogramm einer Herrscherfigur und zeigt Verdi als großen Melodiker und genialen Arrangeur, der dem Orchesterapparat ungeahnte Farben und Stimmungen entlocken kann. So entfaltet sich hier die klassische Dreierkonstellation zwischen Sopran, Tenor und Bariton, in der aus Freunden Feinde werden, als kongeniales Spiel um das unerbittliche Verhängnis. Gleichzeitig ist der Maskenball nach wie vor auch eine der Opern, bei der von Caruso bis Pavarotti große Sänger ihr Können demonstrierten. An der Oper Halle ist für die Inszenierung dieses Verdi-Klassikers erstmals Isabel Ostermann zu Gast. Die gebürtige Braunschweigerin sorgt seit Anfang der 2000er Jahre mit klugen Operninszenierungen für Aufsehen und ist in der Spielzeit 2017/18 als Operndirektorin in ihre Geburtsstadt zurückgekehrt.
Rubrik(en): 
Bühne
Termin(e): 
Samstag, 28. September 2019 - 19:30

Veranstaltungsort: 
Universitätsring 24
06108 Halle (Saale)
Telefon: 
(0345) 51100
Haltestelle: 
Moritzburgring, Joliot-Curie-Platz
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