Zum ewigen Frieden oder Zum ewigen Krieg

23. September 2022 - 15:30
Ein Vortrag /Lesung zum Aufsatz Immanuel Kants. Was bleibt uns... Reinhardt O. Hahn hat schon vor drei Jahrzehnten im Buch und im Film auf die Kontroll- und Machtsucht aufmerksam gemacht. Der Film zum Buch „Ausgedient“ ist in 72 Ländern gespielt worden. Es entstanden Bücher: „Aus Liebe zum Volk“, „Ausgedient - ein Stasimajor erzählt“, „OPK Broiler“ und „Ohne Scheu“. In seiner Tetralogie (4 Bände - „Das gewöhnliche Bauwerk“) erzählt er den Weg, den Denunziationen, Überwachungen, Repressionen und andere Spitzelleien in der Gesellschaft nehmen. Aus all diesen Schreiberfahrungen, Gesprächen und Sendungen ist ein Traktat entstanden: „Putin liest Kant“. Dazu wurden Süchte, Missbrauch und Ideologietransfer untersucht. Hahns Aufsatz: „Putin liest Kant“ lehnt sich an Immanuels Kant „Zum ewigen Frieden“ an, 1795 geschrieben, wenige Jahre nach der Französischen Revolution. Er stellt die Frage: „Zum ewigen Frieden oder Zum ewigen Krieg“. Hat Putin überhaupt Kant gelesen? Ist es so, dass der Verstand und die Geisteshaltung eines (oder vieler) Menschen, der im Sozialismus geformt, idealisiert und ideologisiert worden ist, um sich für eine kommunistische Gesellschaft einzusetzen, friedfertig und friedensfähig sein kann, obwohl eine ganze Generation nur zum Sieg erzogen wurde? Ist unsere Generation nicht in der Lage, vor einer Notwendigkeit der Lösung der wirklichen Probleme und Konflikte der Menschen Kämpfe aufzugeben und die Geschichte einzusehen oder gar zu kapitulieren? Ist es so, dass unsere Generation zwischen Aufgeben und Wut schwankt und darum einer wenig geförderten Generation die Macht in die Hände gegeben hat, die wieder gern Wünschen, Hoffnungen, Sehnsüchten und Versprechen folgen will? Dauer ca. 2 h
Rubrik(en): 
Lesungen und Vorträge
Termin(e): 
Freitag, 23. September 2022 - 15:30

Veranstaltungsort: 
Weidenplan 3-5
06108 Halle (Saale)
Telefon: 
(0345) 21780
Haltestelle: 
Moritzburgring

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