Mauresken

Irmtraud Ohme, 1988 Irmtraud Ohme arbeitete vorzugsweise in Metall und mit dem Anliegen, einen gestalterischen Reichtum zu erschaffen, um die Wahrnehmung zu differenzieren, die Phantasie anzuregen und vielfältige Assoziationen zu wecken. Für die Mauresken wurde geschnittener und montierter Stahl der Korrosion ausgesetzt. Ohmes Figuren sind von den Moriskentänzern des Erasmus Grasser inspiriert, jenen farbig gefassten gotischen Figuren aus Lindenholz, die 1480 für den Festsaal des Alten Rathauses in München geschaffen worden waren. Ihr Handwerk erlernte Ohme unter anderem bei Lili Schultz im Fach Metall und Email. Ab 1981 war sie bis zu ihrem Tod im Jahr 2002 Professorin im Fach Metall und Emailgestaltung. Sie hinterließ ein umfangreiches Werk meist großer abstrakter Metallskulpturen und prägte auch die Formensprache ihrer Schüler, wie Cornelia Weihe und Thomas Leu.
Adresse: 
Friedemann-Bach-Platz 1
06108 Halle (Saale)