Göbel-Brunnen

Bernd Göbel, 1974-1998 Der nach seinem Schöpfer Bernd Göbel, benannte Brunnen hatte eine ähnliche Geschichte erfahren wie der Brunnen am Domplatz. Bereits 1974 wurde der Brunnen in Auftrag gegeben, im gleichen Jahr entstanden erste Figuren. Vollständig fertiggestellt wurde diese Brunnenanlage mit ihrem umfangreichen Figurenensemble jedoch erst 1998. Der Brunnen am Hallmarkt erzählt aus 1200 Jahren Hallescher Stadtgeschichte. In szenischen Darstellungen wird von besonderen Ereignissen, Episoden und Sagen berichtet. Die Geschichte beginnt an der südöstlichen Ecke des Brunnens mit einer Szene zur Gründung der Stadt. Vier Personen sind in dieses Geschehen involviert. Ein Bildhauer ist damit beschäftigt, das Hallesche Wappen fertigzustellen. Umstanden und beaufsichtigt wird seine Arbeit von drei Personen: vom Stadt- und vom Kirchenoberhaupt – diese beiden Herren hatten Halle das Stadtrecht verliehen – sowie von einem Halloren, der in seinen Händen schon den Halbmond für das Stadtwappen bereithält. In diesem Zusammenhang verweist Göbel auf eine Deutungsvariante des Stadtwappens, nach welcher die beiden Sterne Salzkristalle und der Halbmond eine Salzsiedepfanne symbolisieren. Bernd Göbel war langjähriger Schüler und Assistent von Gerhard Lichtenfeld und von 1978 bis 2008 in dessen Nachfolge Professor für Bildhauerei.
Adresse: 
Talamtstraße 1
06108 Halle (Saale)