Der ewige Geheimdienstmann

Frank Hüller, 1992 Kurz nach den Geschehnissen der politischen Wende 1989 begann in der ehemaligen DDR die Aufarbeitung und Reflexion der jüngsten Geschichte, insbesondere auch in den Werken der Künstler. Frank Hüller erarbeitete zu dieser Thematik 1991 die Keramikplastik eines in schwarz gekleideten Spitzels, der durch ein Fernglas beständig auf das gegenüberliegende Gebäude blickt und die Geschehnisse in diesem aus seiner verdeckten Distanz heraus zu beobachten scheint. Das gegenüberliegende Gebäude ist das so genannte Reformhaus, das im Zuge der politischen Umbrüche 1989/1990 als Haus der Bürgerbewegungen eingerichtet wurde und als wichtige Plattform für Diskussionen und Reformprozesse galt. Das „Neue Forum“ hat dort noch heute seinen Sitz. Frank Hüller studierte von 1983-1988 an der BURG und ist seitdem freischaffend als Bildhauer in Halle tätig.
Adresse: 
Große Klausstraße 13
06108 Halle (Saale)