Maurer und Landarbeiterin

Gerhard Geyer, 1954 Für den 1952 errichteten Neubau der „Arbeiter-und-Bauern-Fakultät“ auf dem Gelände der Franckeschen Stiftungen schuf Gerhard Geyer zwei Fassadenfiguren. Arbeiter-und-Bauern-Fakultäten waren zu Beginn der 1950er Jahre als Schulen des zweiten Bildungsweges eingerichtet worden, die insbesondere Arbeitern und Bauern das Ablegen des Abiturs ermöglichen sollten, um Zugang zu einem Hochschulstudium zu erhalten. Diese Einrichtungen gehörten in den 1950er und 1960er Jahren zum Bestandteil der sozialistischen Bildungspolitik der DDR, deren Ziel es auch war, schnell eine neue und systemloyale Intelligenz herauszubilden. Die beiden Skulpturen nehmen darauf Bezug. Geyer gestaltete zwei Fassadenfiguren, die einander gegenüber und stellvertretend für ihre Klasse stehen. Geyer erlernte sein Handwerk 1931-1933 bei Gustav Weidanz.
Adresse: 
Franckeplatz 32
06110 Halle (Saale)