Museum für Haustierkunde „Julius Kühn“

Im Hof des ehemaligen Landwirtschaftlichen Institutes der Martin-Luther-Universität befindet sich das Museum für Haustierkunde in einem ehemaligen Stallgebäude des bis 1968 existierenden Haustiergartens. Im Verlauf einer über hundertjährigen Sammlungstätigkeit (seit 1865) ist eine der umfangreichsten Haustierskelettsammlungen der Welt entstanden. Da in herkömmlichen naturkundlichen Museen kaum Haustiere gezeigt werden, besteht in den Ausstellungsräumen die Möglichkeit, sich sowohl mit der Rassen- und Formenvielfalt als auch mit Fragen der Abstammung der wichtigsten landwirtschaftlichen Nutztiere zu beschäftigen. Durch eine Vielzahl von Dermoplastiken, Skelettmaterialien als auch Originalfotografien wird nicht nur die Forschungsarbeit der halleschen Tierzüchter erlebbar. Seit Januar 2012 sind zwei Sammlungsteile (das Pappmaché-Modell eines Pferds von Auzoux und die historischen Fotoglassplatten Julius Kühns) als national wertvolles Kulturgut gelistet. Das neue Naturkundliche Universitätsmuseum wird das derzeitige Museum für Haustierkunde „Julius Kühn“ und dessen dazugehörige wissenschaftliche Sammlung integrieren. Damit übernimmt es einen weltweit einmaligen Bestand: 6.000 Haustierskelette und Dermoplastiken, und viele tausend dokumentierende Fotoglasplatten historischer Zuchtreihen und Kreuzungsversuche. Dieses Belegmaterial stammt unter anderem von Julius Kühn (1825-1910), dem Begründer des ersten landwirtschaftlichen Instituts an einer deutschen Universität. Den Museumsbesuchern sollen diese außergewöhnlichen und seltenen Objekte anhand von ausgesuchten Einzelstücken gezeigt und mit diesem spannenden Material Züchtung und Genetik erklärt werden. Museumsführungen und Besichtigungen werden individuell abgestimmt.
Adresse: 
Adam-Kuckhoff-Straße 35
06108 Halle (Saale)
Haltestelle: 
Joliot-Curie-Platz 1, 2, 5, 6, 10, 94, 95, Bus: Linie 97)
Telefon: 
(0345) 5522322
Fax: 
(0345) 5527291